Leberbiopsie 

Durch die Entwicklung hochmoderner Labormethoden wird die Leberbiopsie zur ätiologischen (ursächlichen) Diagnostik immer weniger eingesetzt, ist jedoch nach wie vor zur Diagnose einiger Leberkrankheiten unabdingbar. Die meisten  Indikationen zur Leberbiopsie bestehen  heute in der  Bestimmung der Aktivität (Grading) und dem Stadium (Staging) einer Leberkrankheit, welche in der Evaluation der Therapieindikation von großer Bedeutung sind. Die Leberbiopsie bzw. die histologische Beurteilung stellen noch immer den ‚Goldstandard‘ v.a. in der Diagnostik einer Hepatitis (Leberentzündung) in all ihren Facetten dar. 

Hauptsächliche Indikationen für eine Leberbiopsie sind:

  • Chronische Virus-Hepatitis (Hepatitis B/C)
  • Bestimmung des Eisen- oder Kupfergehaltes bei genetischer Hämochromatose bzw. Morbus Wilson
  • Bekannte oder vermutete Fettleber-Hepatitis (Steatohepatitis/NASH)
  • Chronische Leber-Transaminasenerhöhung unklarer Ursache
  • Chronische cholostatische Lebererkrankung (Primär biliäre Zirrhose, Primär sklerosierende Cholangitis)
  • Zustand nach Lebertransplantation
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