Koloskopie - Prinzip

Die Koloskopie wird in unserer Praxis mit Geräten der modernsten Generation und nach aktuellsten Sicherheitsstandards durchgeführt.

Das Untersuchungsinstrument, ein sogenannte Video-Koloskop, ist ein 180cm langes schlangenförmiges optisches Instrument, dessen vorderes Ende in seiner Ausrichtung ferngelenkt werden kann. Dadurch wird es möglich, durch den Anus bis zum oberen Ende des Dickdarmes vorzudringen und bei Bedarf auch den Endteil des Dünndarmes einzusehen. Weitere Details zum Instrument finden Sie auf der Seite 'Gastroskopie-Prinzip‘.


               


Durch den Arbeitskanal können Instrumente eingeführt werden, um so unter Sicht z.B. Gewebeproben (Biopsien) zu entnehmen oder mittels Hochfrequenzstrom, welcher über eine ausfahrbare Schlinge zugeführt wird, Polypen zu entfernen (Polypektomie).  

Der Dickdarm verläuft  gelegentlich in engen ‘Kurven’ oder ‘Schlingen’, wodurch die Darmwand bzw. das Mesenterium beim Vorschieben des Instrumentes einer Dehnung bzw. einer Zugbelastung ausgesetzt wird. Dies  kann als unangenehm oder schmerzhaft empfunden werden. Die vorsorgliche Verabreichung eines kurz-wirksamen Schlafmittels (Propofol) erhöht den Untersuchungskomfort für Sie deshalb ganz erheblich, ist jedoch nicht Bedingung. Vor der Untersuchung wird deshalb eine Kunststoffkanüle in eine Armvene eingelegt. Während der ganzen Untersuchung wird zudem die Herzaktion, die Sauerstoffspannung im Blut und gegebenenfalls auch der Blutdruck elektronisch überwacht. Gelegentlich ist es auch notwendig, mittels Röntgendurchleuchtung die Lage des Koloskopes zu optimieren oder die Position eines Befundes genau zu lokalisieren.

Die Polypen-Detektionsrate beträgt bei optimalen Untersuchungsbedingungen 90-95%.

Die Koloskopie selbst dauert je nach Situation (Lage des Darmes, Qualität der Vorbereitung, Anzahl Polypen etc.) zwischen 20 und 60 Minuten, mit Vorbereitung und Nachbetreuung 45 bis 90 Minuten.

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